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Current Stop: Venice

„It is the city of mirrors, the city of mirages, at once solid and liquid, at once air and stone” – Erica Jon

Die letzte Woche meiner Interrailtour ist angebrochen und das läutet für mich gleich den Beginn zweier Konstanten ein: Italien und meine Schwester, die mich ab jetzt bis zum Ende meiner Reise begleiten wird. Mit welcher Stadt könnte man da schöner starten, als mit Venedig? 😊

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Unterkunft
Italien generell (und speziell auch Venedig) ist sehr teuer, Unterkünfte direkt auf den Inseln der Lagune von Venedig sind da nahezu unbezahlbar. Daher haben wir beschlossen, auf einem Campingplatz außerhalb des historischen Stadtzentrums zu übernachten. Die Bushaltestelle lag allerdings genau vor dem Eingang und innerhalb weniger Minuten waren die Hauptinseln der Lagune zu erreichen – also gar kein Problem!

Gerade nachts wurde es im Zelt während unseres Aufenthaltes super kalt und mit Strom und Wifi gab es auch die ein oder anderen Probleme; ansonsten kann man aber nicht meckern. Für den Preis und mit der guten Anbindung mitten in Italien konnte man nicht mehr erwarten und den Großteil unserer Zeit verbrachten wir eh lieber im Stadtzentrum. Abends, wenn es in der Stadt zu kalt wurde haben wir uns aber auch noch unter größere Gemeinschaftspavillons des Campingplatzes gesetzt. Dort war genug Platz, um einfach nur zu entspannen und seine eigenen Lebensmittel zu essen und zu trinken. Ein kleines Restaurant bot aber auch Frühstück, Kaffee und abends Pizza und Co. an.

Die Zelte sind recht klein, waren für uns aber ausreichend. Wer mit campen nicht so viel anfangen kann, kann sich auch kleine Holzhütten mieten. Generell kann ich für Low-Budget-Reisende, denen ggf. ein bisschen Kälte und gemeinschaftliche sanitäre Anlagen nichts ausmachen, die Unterkunft nur empfehlen.

Stadt
Es ist schwierig, Venedig in wenige Worte präzise zusammenzufassen. Daher folgen in diesem Beitrag mehr Bilder als sonst. Denn Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte. 😊

Wir haben uns, abgesehen von unserem Campingplatz, nur auf den Hauptinseln der Lagune von Venedig aufgehalten – dem Tourismuszentrum (das hat man auch gemerkt, dazu aber gleich mehr). Wenn man durch die Straßen Venedigs zieht, ist es fast unmöglich, sich nicht von dem Charme der Stadt mitreißen zu lassen. Enge mit Steinen gepflasterte Straßen wechseln sich mit Flüssen und Unmengen von Brücken ab.

Durch die einzigartige Struktur der Stadt, fühlt man sich wie in einer Parallelwelt. Verstärkt wird das noch durch die traditionelle Architektur mit wenig modernen Einflüssen, die das ganze Stadtbild und die Atmosphäre prägen.
Es ist absolut normal, sich nur über die berühmten Gondeln, Boote und Schiffe fortzubewegen; Autos und Fahrräder kennt hier keiner. Wenn man ohne Straßenkarte einmal falsch abbiegt, kann es passieren, dass man alles wieder zurücklaufen muss, da man plötzlich in einer Sackgasse vor einem Fluss oder einer riesigen Tür steht – oder neben einer aufgehängten Wäscheleine. Überall sind urige kleine Läden, die Masken, kunstvolle Schalen oder Düfte anbieten, oftmals auch Taschen, Schuhe oder Kleidung; die Räumlichkeiten dazu sind meist sehr klein, manchmal auch auf vielleicht zwei Quadratmeter begrenzt.

Es wird schnell deutlich, dass die Lagune Venedigs komplett auf den Tourismus angelegt ist. Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf findet man kaum. Dafür umso öfter Souvenirshops und andere Shoppingmöglichkeiten. Und natürlich: italienische Restaurants, Cafés und Eisdielen!

Venedig wird aber auch durch eine Vielzahl von Verboten gekennzeichnet. Dass keine Autos und Fahrräder zugelassen sind, ist einem sofort bewusst. Sich anders als zu Fuß oder über die Wasserwege fortzubewegen, würde auch das gesamte Stadtbild zerstören. Ebenso, in die Flüsse zu springen oder mit Schwimmklamotten herumzulaufen. Es ist jedoch auch verboten, in der Stadt zu picknicken oder die Vielzahl der Tauben zu füttern. Schilder sind überall aufgestellt und wer sich nicht daran hält und erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen.

Essen
Wer nicht auf italienisches Essen steht, hat kaum eine Chance in Venedig. Nur ganz selten haben wir mal ein Restaurant mit Pommes, Kebab oder chinesischem Essen gefunden. Wer jedoch nicht genug haben kann von Pizza, Pasta und Gelato ist hier im Paradies und kann sich an jeder Ecke austoben.
Zum Essen ein leckeres Getränk? Kann der Italiener auch – und wie! Kaffee und Cappuccino schmeckt selbst beim kleinsten Anbieter hervorragend. Wein und Spritz ist zur Pizza oder auch To Go ebenfalls ein absolutes Muss!

Wir haben einen Abend in einem Restaurant gegessen, das sowohl italienisches, als auch japanisches Essen angeboten hat und wurden nicht enttäuscht. Die Gerichte sind sehr lecker, haben aber auch ihren Preis.

Fazit
Ich würde Venedig auf jeden Fall wieder besuchen und jedem empfehlen. Dem urigen und gleichzeitig künstlerischem Charme der vielen Inseln kann man sich gar nicht entziehen und ich habe mich wie in eine andere Zeit zurückversetzt gefühlt. Inspirierend, romantisch, wunderschön: Jeder sollte mal durch das Labyrinth der engen Gassen geschlendert sein, die gefühlt tausend Brücken überschritten haben und sich von der Atmosphäre mitreißen lassen.

Next Stop: Rome

 

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Ein Kommentar zu „Current Stop: Venice

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