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Current Stop: Budapest

Gerade sitze ich im Zug, der mich von Budapest in die nächste Stadt bringt. Und ich glaube, ich muss nicht groß drumherum reden, da ich im Verlauf des Beitrages vor Emotionen wahrscheinlich nur so überkochen werde: Budapest war der Wahnsinn! Es hat einfach alles gepasst. Meine beste Freundin war dabei, die Stadt wunderschön und unser Hostel mit den anderen Reisenden das absolute Highlight.

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Unterkunft und Menschen
Wir haben unsere Zeit in Budapest im Vitae Hostel verbracht. Sehr gute Bewertungen, günstige Preise und eine super Lage – da haben wir nicht lange überlegt. Wie oben schon geschrieben, war das Hostel einer der Gründe, warum ich Budapest so sehr zu lieben gelernt habe und gerade unfassbar traurig bin, wegzufahren. Es war nicht nur eine Unterkunft, eher wie eine große Familie. Natürlich war nicht alles klinisch rein, der langsamste Aufzug der Welt wird nur auf eigene Gefahr genutzt und es gab auch keine richtigen Schließfächer für Backpacks oder große Taschen/Koffer, aber das war auch gar nicht nötig. Das Vitae Hostel hat es geschafft, dass ich mich innerhalb weniger Tage Zuhause gefühlt habe. Es gab umsonst Frühstück, jeden Abend wurde ein Familydinner und Programm angeboten (Pub Crawls, Boat Partys etc. und natürlich auch das Pre-Drinking vorher im Hostel) und jeder hat auf jeden aufgepasst. Ab 22 Uhr war Nachtruhe im Hostel, alle waren draußen und wer schlafen gehen wollte, konnte das ohne Probleme tun. Die Mitarbeiter waren auch keine „Angestellten“ des Hostels, sondern auch Familienmitglieder, die gekocht haben und auch abends Teil der Gruppe waren.

Ich habe unfassbar tolle, liebenswürdige Menschen kennengelernt, die ich gerade sehr ungern verlasse. Zum Glück habe ich mit vielen Instagram- und Facebooknamen oder Nummern ausgetauscht und hoffe, den ein oder anderen irgendwann wiederzusehen. Englischsprechen ist mittlerweile überhaupt kein Problem mehr und ich merke auch, dass ich immer offener werde, mit Leuten ins Gespräch zu kommen und mich auszutauschen. Auch als meine beste Freundin am letzten Abend nicht mehr dabei war, sondern schon im Bus nach Deutschland saß, war das natürlich kein Problem in dem Hostel – die Leute sind ja schon vorher schnell zu Freunden geworden.

Stadt und Sehenswürdigkeiten
Ich bin ehrlich – Budapest wird wohl nicht das Reiseziel gewesen sein, für das ich den klassischen Sightseeing-Preis gewinnen würde. Wir haben versucht, möglichst viel zu sehen und uns anzuschauen, lagen aber auch viel in Parks und abends waren wir schon recht früh wieder im Hostel.

Was ich aber sagen kann: Die Stadt ist wunderschön! Als ich am ersten Abend auf meine Freundin gewartet habe, habe ich den Sonnenuntergang an der Donau mitbekommen und war hin und weg! Ich habe selten etwas so Schönes gesehen.

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Die Gebäude sind beeindruckend und unsere Tour am ersten Tag zur Nationalgalerie, zur Matthiaskirche, der größten Synagoge und über die Margareteninsel zum Parlamentsgebäude war unfassbar eindrucksvoll. Da die meisten Sehenswürdigkeiten rund um die Donau liegen, konnten wir so am ersten Tag auf einem Weg das meiste mitnehmen. An den anderen Tagen haben wir daher mehr Zeit gehabt, um in Ruhe zur Markthalle oder anderen Orten zu gehen, aber auch entspannt in den Tag zu starten und Pausen in Parks einzulegen. Die Bäder haben wir nicht besucht, da meine Freundin keine Badesachen dabei hatte, aber wir haben von vielen Leuten gehört, dass sie es nur empfehlen würden.

Nachtleben
Was wir jedoch ein bisschen besser mitbekommen haben, ist das Nachtleben in Budapest. Und es ist großartig. Viele Bars sind in der Innenstadt in den selben Straßen und man kann daher schnell mal zu einer anderen Location wechseln, die einem vielleicht besser gefällt – auch, weil man dort keinen Eintritt bezahlt. Da Budapest gerade für das Nachtleben bekannt ist, waren überall viele junge Leute unterwegs. Auch unter der Woche kann man ohne Probleme das Nachtleben im vollen Umfang mitbekommen.

Dabei merkt man eben auch, dass viele internationale Gäste und Reisende in Budapest feiern gehen. Neue Leute kennenzulernen, ist hier wieder sehr einfach und so haben wir auch nachts in der Stadt coole Menschen außerhalb unseres Hostels getroffen und teilweise sogar an anderen Abenden wiedergesehen.

Am ersten Abend waren wir bei einer Party, die gerade für internationale Reisende, Erasmusstudenten o.ä. veranstaltet wurde, um in der Stadt interessante und entspannte Leute kennenzulernen. An den anderen Tagen waren wir beim Pub Crawl unseres Hostels dabei und waren zum Beispiel im Szimpla oder der Retox Bar – ich kann es wirklich alles nur komplett empfehlen.

Fazit:
Ich habe das Gefühl, dass dieser Beitrag anders war, als die vorherigen. Ich weiß nicht, ob es mir nur beim Schreiben so vorkam, weil es mir sehr schwerfiel, Worte für diese fünf Tage zu finden, oder ob man es auch beim Lesen merkt. Das ist dem geschuldet, dass ich sehr emotional an Budapest zurückdenke, weil es mir einfach so unfassbar gut gefallen hat. Es war ein ganz anderer Städtetrip, als in Prag, Wien oder Bratislava. Ich habe mich nicht als Fremder gefühlt, der sich die Stadt und die Sehenswürdigkeiten anschaut. Es war eher wie ein Zuhause bei einer Übergangsfamilie. Ich habe mich in die Stadt verliebt und in die Menschen, die dort waren. Alle waren unfassbar herzlich, interessant und offen. Budapest – bisher mein absolutes Highlight. Ich bin gespannt, ob das noch getoppt werden kann. Auf jeden Fall werde ich wiederkommen und am liebsten auch das gleiche Hostel buchen.

Next Stop: Zagreb

 

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