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Current Stop: Vienna

Der zweite Stopp auf meiner Reise war Wien. Nachdem ich mich also schon ein bisschen an die englische Sprache gewöhnt hatte, ging es kurz zurück in fast-heimische und deutschsprachige Gewässer. Mit dabei war meine Reisebegleiterin aus Prag und eine weitere Freundin, die wir beide durch das Studium kennengelernt haben. Und auch wenn Wien riesig ist und sich über eine große Fläche erstreckt, sind wir nur zu Fuß gelaufen – was ich nur empfehlen kann. Aber lest hier mehr darüber, warum:

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Tag 1:
Manchmal kommt es anders als man denkt – trotz aller Vorbereitung und Notfallpläne. Und so bin ich direkt nach der Ankunft – noch bevor ich im Hostel eingecheckt habe – zum nächstgrößeren Elektromarkt gegangen und musste mir ein neues Handy kaufen. Da habe ich gemerkt, wie stark man beim Reisen auf ein funktionierendes Smartphone angewiesen ist. Gar nicht zwingend wegen WhatsApp, Instagram und Co., viel mehr wegen Straßenkarten, Bahnplänen und Hostelreservierungen. Merke: Im Vorfeld nicht sparen und lieber auf Nummer sicher gehen, wenn das Laden kaum noch funktioniert oder der Touchdisplay den Geist aufgibt.
Als glückliche Smartphone-Besitzerin konnte ich dann auch erstmal beruhigt das Hostel erkunden. Im Gegensatz zu unserer Unterkunft in Prag war es schon ziemlich heruntergekommen (aber Kaffee for free – also war ich zufrieden), dafür haben die Bewohner viel mehr dem Bild entsprochen, das ich von Hostels hatte. Super viele nette, internationale und offene Menschen: definitiv eines der Highlights!

Zu dritt wollten wir dann einfach den Abend mit einem ungeplanten Spaziergang und leckerem Essen ausklingen lassen. Daraus wurde gleich ein ganzer Marsch. Zwischenfazit: Ich habe definitiv keinen Orientierungssinn. Dafür haben wir direkt am ersten Abend viele Sehenswürdigkeiten der Inneren Stadt erlebt und ein wunderschönes Gebäude nach dem anderen gesehen – die Oper, das MuseumsQuartier, das Natur- und Kunsthistorische Museum und die Schatzkammer sind nur ein paar Beispiele des atemberaubenden Stadtbildes! Das ist auch der Grund, warum ich immer empfehlen würde, Städte ohne Bahn, Bus und Co. Zu erkunden. Schon bei mehr oder weniger kleineren Spaziergängen und „einfach drauf loslaufen“ sieht man schon unfassbar viel und lernt die Stadt mit ihren kleinen und großen Highlights besser kennen – und entdeckt Orte, die man mit Auto oder Öffis nie erreicht hätte.

Ein weiteres Highlight war auch unser Abendessen bei Tofu & Chili, einem kleinen Asiaten den wir zufällig auf der Karte gesehen haben. Super lecker, günstig und große Portionen. Auf jeden Fall nur zu empfehlen. 😊

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Tag 2:
Am nächsten Tag wollten wir die klassischen Touristen-Spots sehen und sind morgens aufgebrochen, um uns das Schloss Schönbrunn anzuschauen. Und auch das kann ich nur empfehlen und muss man gesehen haben, wenn man in Wien ist. Das ganze Gelände ist unfassbar groß, der Park gepflegt und sauber, das Schloss selber wieder mal nur beeindruckend.

Der lange Weg hat uns aber nicht gereicht. Also ging es über den Burggarten und den Stephansplatz mit dem bekannten Stephansdom ganz ans andere Ende der Stadt zum Wiener Prater – die riesige Kirmes, die das ganze Jahr über zum Besuch einlädt. Unterwegs haben wir noch einen Abstecher zum Naschmarkt gemacht. Beispielsweise Falafelliebhaber kommen hier definitiv auf ihre Kosten: 50 Stück für 5 Euro. Da kann man doch nicht meckern! Den Abend haben wir ganz entspannt am Donaukanal ausklingen lassen und meine Begleiterin aus Prag verabschiedet, die am nächsten Tag abreisen musste.

Die 25 Kilometer Fußweg am Ende des Tages konnten sich sehen lassen.

Tag 3:
Zu zweit haben wir uns überlegt, dass wir genug Touri-Programm gemacht haben und wollten mehr vom Leben in der Stadt mitbekommen. Also haben wir nach Veranstaltungen gesucht und sind auch direkt fündig geworden.
Wir sind zu einem Streetfood Markt und zu einem Open-Air-Tanzen gegen Rassismus und Sexismus gegangen. Das Highlight war aber das Buskers Festival mit einem bunten Programm aus Akrobatik, Zauberkunst, Feuershow und Musik. Besonders beeindruckend war die Gruppe Aerial Silk, die im Teich vor der Karlskirche ihre Luftakrobatik vorgeführt hat.

Zwischendurch gab es noch einen Kaffee im Café Telegraph und abends waren wir bei Curry Island – super leckere Currys, nur leider sehr schmale Portionen. Da es sich dann doch noch ziemlich abgekühlt hat, sind wir früh zurück ins Hostel und haben bei gutem Wein und mit anderen Reisenden über Gott und die Welt gequatscht.

Tag 4:

Nach einem Fußmarsch zum Schloss Belvedere war unser Besuch in Wien auch schon vorbei. Jetzt geht es das erste Mal für mich alleine weiter.

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Fazit Wien:
Wien ist einfach wunderschön, gepflegt und ruhig. Es gibt viel zu entdecken, zu sehen, zu erleben und auf jeden Fall eine Reise wert. Ich fand, dass auch der Aufenthalt von ca. 3 Tagen total passend war. Man sollte bei der Tagesplanung vorher bedenken, dass die Supermärkte schon spätestens um 20 Uhr schließen und auswärts essen meist schon sehr teuer ist.

Next Stop: Bratislava

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