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Current Stop: Prague

Mein erster Stopp auf der Reise war die Stadt Prag. Vom 01. Bis zum 05. September habe ich mit einer guten Freundin die Stadt erkundet, Sehenswürdigkeiten angeschaut, gegessen, Kaffee getrunken und einfach die Zeit genossen.

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Unterkunft
Bei all meinen Unterkünften spare ich wohl das meiste Geld und habe meist eines der günstigsten Hostels gebucht. Da ich jahrelang mit ins Zeltlager gefahren bin, habe ich keine Probleme mit unbequemen Matratzen, ein bisschen Schmutz oder lauten Geräuschen. Der Fokus liegt bei mir eh darauf, die Stadt zu sehen und den Großteil der Zeit draußen zu verbringen. Daher möchte ich mein Geld lieber für gutes einheimisches Essen, Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten ausgeben.
So war auch unsere Unterkunft in Prag günstig, dafür aber echt in Ordnung. Wir haben in einem Frauen-6-Bett-Zimmer geschlafen und die anderen Reisenden waren sehr umgänglich, ruhig und super angenehm. Die meiste Zeit war das Zimmer nicht mal voll besetzt, wir hatten abschließbare Boxen für unser Gepäck und – das wichtigste – Kaffee for free! Da kann man doch echt nicht meckern. 😊

Menschen
Die Leute, die wir auf der Reise getroffen haben, waren durchweg sehr freundlich und jeder hat sich bemüht, Englisch mit uns zu sprechen – manchmal mit Schwierigkeiten, aber wir hatten grundsätzlich keine Probleme, uns zu verständigen. Auffällig war, dass Prag von Touristen nur so überflutet war: überall Selfiestäbe, Kameraequipment und Bauchtaschen. Dabei fällt den Einheimischen wohl öfter auf, dass gerade die Deutschen eher „calm“ sind und wenig reden. Bestes Beispiel sind dafür auch viele Bewohner des Hostels. Allen voran ging dabei ein Spanier, der gerne über alle möglichen Themen diskutiert hat. Also gilt ab jetzt: Reden reden reden! Egal, ob das Englisch vielleicht nicht immer ganz perfekt ist.

Essen
Da meine Freundin Vegetarierin ist und ich selber auch kaum Fleisch esse, die tschechische Küche aber quasi nur aus Fleisch besteht, haben wir uns dafür entschieden, das meiste selber zu kochen. Das Hostel hat dafür Herdplatten, eine Mikrowelle und Töpfe geboten: Perfekt für Porridge oder Reis mit Erbsen. Bei einem Besuch beim Inder haben wir Pan Mukhwas für uns entdeckt – eine indische Gewürzmischung, die nach dem Essen für den besseren Atem gereicht wird; passt auch perfekt zum zwischendurch snacken 😊
Einen kleinen Geheimtipp für glutenfreien Kuchen, veganes Eis und superleckeren Chai Latte haben wir aber auch entdeckt: Puro Gelato, Nähe der Burg Vyšehrad.

Stadt
Die Stadt ist generell eher eine „kleine“ Großstadt. Wir konnten alles fußläufig erreichen (Dabei Achtung vor den unvorsichtigen Autos und den Ampeln, die superschnell wieder rot werden!). Dazu muss man sagen, dass wir dafür insgesamt einige Kilometer gelaufen sind und auch viel Zeit hatten. Wenn man weniger Tage zur Verfügung hat, könnte ein Metroticket sinnvoll sein.
Prag ist einfach nur wunderschön mit vielen bunten und alten Gebäuden, die mich nicht nur einmal zum Staunen gebracht haben. Als wir das erste Mal aus dem Hostel kamen, war ich direkt beeindruckt – und da waren wir mitten in der Innenstadt! Gerade die kleinen verwinkelten Gassen und Straßen mit Backsteinpflaster haben aber den größten Charme. Überall sind kleine Pubs, Cafés, liebevollgestaltete Räume, Schilder und Terrassen – ein Traum! Natürlich sind auch die vielen Burgen, Kathedralen und Türme prägend in Prag, passend zu den 15 Moldaubrücken. Ich kann mich nur wiederholen: Wunderschön und vor allem mit tollen Aussichten über die gesamte Stadt.
Jeden Abend saßen wir an der Moldau (haben es am letzten Tag auch endlich zum Sonnenuntergang schon geschafft) und konnten mit ansehen, wie langsam die Stadt dunkel wurde und die vielen Lichter angingen. Dazu ein Cider in der Hand – nur zu empfehlen! 😊

Sehenswürdigkeiten
In Prag gibt es viel zu sehen und auch wir haben die typischen Sehenswürdigkeiten abgeklappert (leider waren an der Prager Rathausuhr gerade Bauarbeiten). Da man vor einem Trip alles schnell bei Google herausfinden kann, möchte ich nur meine Highlights aufzählen:

Die Burg Vyšehrad: Viele Touristen verirren sich nicht zu der Burg, da es schon ein bisschen weiter abseits ist. Aber es ist nur zu empfehlen! Der Weg ist steil, aber die Aussicht dafür unbezahlbar. Außerdem ist es sehr ruhig im Park und man kann auf einer Bank einfach mal die Sonne genießen.

Die Prager Kleinseite: Ein ganzer Stadtteil Prags, den wir erkundet haben, als wir auf dem Weg zur Prager Burg waren. In der Altstadt sind die Straßen und Gassen schon voller Charme, aber die Kleinseite hat es noch getoppt. Ein Besuch ist auch die Ampelgasse und die John-Lennon-Mauer wert.

Der Letná Park: Anstrengend, aber es lohnt sich – ein Ausflug in den Letná Park im Norden Prags. Anschließend kann man schön bei einem Besuch im Biergarten die Aussicht auf die ganze Stadt genießen.

Fazit: Prag ist einfach wunderschön und auf jeden Fall eine Reise wert! Wahrscheinlich würden dabei aber auch schon 2-3 Tage reichen. Eine kleine Herausforderung ist die andere Währung, aber wenn die Hürde überwunden ist, kann man super viel sehen, erleben und einfach die Seele bummeln lassen.

Next Stop: Vienna

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2 Kommentare zu „Current Stop: Prague

  1. Oh, gerade in Prag hab ich die leckersten veganen Gerichte gegessen. Da gab es wirklich einiges an Restaurants und Take Aways was mich fast ein bißchen gewundert hat. Ich bin nämlich ziemlich heikel, was Fleisch angeht und esse kaum was und mein Kumpel, der mit mir in Prag war ist auch Veganer und wir haben geschlemmt ohne Ende. 😉

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    1. Ja auf jeden Fall! Wir haben auch sehr viel gesehen und mit Sicherheit muss man da als Vegetarier/Veganer nicht verhungern. Uns ging es nur um die „typische“ traditionelle Küche, die wir eher umgangen sind. Soll aber nicht heißen, dass es keine guten Alternativen gibt ☺️

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